Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

ausstreuen, Vb.

ausstreuen /Vb./
1. etw. durch Streuen verbreiten, überall hinstreuen: für die Hühner Futter a.; das Brautpaar streut Geld aus (verteilt es) /landschaftlicher Brauch/; das Flugzeug streut Flugblätter aus; bei der Explosion einer Wasserstoffbombe werden große Mengen radioaktiven Staubes ausgestreut; [ein Feldweg] dessen Pappelweiden … ihre flockenartigen Kätzchen über die Wiese hin ausstreuten Fontane I 3,167 (Irrungen) ; /bildl./ geh. mit vollen Händen Gaben a. (verteilen) [daß er] verschwenderisch seine Ideen vor ihm ausstreute Musil Mann 864; /übertr./ eine unverbürgte Nachricht verbreiten: e. Gerücht, Falschmeldung a.; Lügen, Verleumdungen a.; er ließ a., daß …;
2. etw. innen gänzlich bestreuen: eine Kuchenform mit Semmelbröseln a.; Die Stuben … waren sauber gescheuert und mit weißem Sand ausgestreut Marchwitza Jugend 12

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Zitationshilfe
„ausstreuen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/ausstreuen>, abgerufen am 23.11.2020.

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