Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

austoben, Vb.

austoben /Vb./
1. (sich) a. bis zur Genüge toben, wüten
a) d. Sturm, Brand, Unwetter hatte (sich) ausgetobt; d. Krankheit, Fieber hatte (sich) nach drei Tagen ausgetobt; sobald er (sich) ausgetobt hat, kann man mit ihm reden; jmdn. a. lassen
b) seinem Temperament freien Lauf lassen: in überschäumenden Phantasien tobten sich die Freunde auf dem Klavier aus; als sich eine beglückte Menge ausgetobt hatte [im Beifallssturm] A. Zweig Regenbogen 79
c) sich austollen, ungehemmt laut und lustig sein: die Kinder haben sich heute im Freien ausgetobt; Jugend will sich a.;
2. sich a. sich ausleben, das Leben in vollen Zügen genießen: sich vor der Ehe a.;
3. ein Gefühl ungehemmt äußern: er hat seinen Ärger, Zorn, Schmerz ausgetobt;

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Zitationshilfe
„austoben“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/austoben>, abgerufen am 02.12.2020.

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