Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

austragen

austragen(er trägt aus), trug aus, hat ausgetragen
1. etw. den zuständigen Empfängern bringen, zustellen: Zeitungen, Briefe, Post a.; Milch a.; der Bäckerjunge trug morgens die Brötchen aus;
2. ein Kind a. bis zur völligen Reife im Mutterleib tragen: sie konnte das Kind nicht a.; ein voll ausgetragenes Kind;
3. etw. ausfechten
a) etw. Strittiges zur Entscheidung bringen: Streitigkeiten, Differenzen a.; e. Feindschaft, Konflikt (vor Gericht, hinter verschlossenen Türen) a.; Meinungsverschiedenheiten a.;
b) Sport einen Wettkampf durchführen: d. Meisterschaften, Wettkämpfe wurden ausgetragen; zum ersten Mal wurde ein Tanzturnier ausgetragen; in Squaw Valley wurden 1960 die olympischen Rennen ausgetragen; die Sportvereine dürfen auswärts keine Spiele a.;
4. umg. sich a. durch eine Eintragung seinen Weggang erklären, Ggs. sich eintragen: sich aus der Anwesenheitsliste, dem Hausbuch a.;

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Zitationshilfe
„austragen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/austragen>, abgerufen am 28.11.2020.

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