Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

austreiben

austreiben, trieb aus, hat ausgetrieben
1. etw., jmdn. heraustreiben
a) die Hirten treiben das Vieh aus (treiben es auf die Weide) Schafe, Kühe a.;
b) Chem. etw. aus einer Flüssigkeit durch Erwärmung herausbringen: Ammoniak a.; Kohlensäure durch Abkochen des Wassers a.;
c) jmdm. etw. abgewöhnen: jmdm. d. Mucken, Unpünktlichkeit a.; dem Kinde d. Trotz, Eigensinn a.; das Lügen will ich dir schon a.; das [den Gespensterglauben] hat mir mein Vater selig mit dem Stock ausgetrieben Fontane Petöfy 110
d) den Teufel durch, mit Beelzebub a. (ein Übel durch ein anderes Übel bekämpfen) hist. den bösen Geist a. wollen (eine Krankheit zu heilen versuchen)
e) veralt. etw., jmdn. vertreiben: der Frühling treibt den Winter aus; Andersgläubige wurden aus ihrer Heimat ausgetrieben; Christus, der die Tempelverkäufer austreibt O. Ludwig 6,10
2. grün werden, ausschlagen: Bäume, Pflanzen treiben aus; die Tannen beginnen auszutreiben; ausgetriebenes Spargelkraut;
3. österr. den Teig a. (ausrollen, auswalken)

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Zitationshilfe
„austreiben“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/austreiben>, abgerufen am 02.12.2020.

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