Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

auswachsen

auswachsen(er wächst aus,) wuchs aus, ist ausgewachsen/ hat ausgewachsen
/vgl. ausgewachsen /
1. sich zu etw. a. sich zu etw. entwickeln(hat:) der Setzling wächst sich zu einem Baum aus; /übertr./ in einer Universitätsstadt, die sich bereits … zu einer Großstadt ausgewachsen hatte Raabe III 3,202; Allmählich wuchs sich mein Respekt … zu einer schwärmerischen Liebe aus Löscher Alles Getrennte 174 sich a. sich voll entwickeln: Ideen, Schwierigkeiten wachsen sich aus; Mittlerweile wuchsen sich die Skandale immer mehr aus Brugsch Arzt 272
2. umg. etw. verwachsen, aus etw. herauswachsen(hat:) einen Anzug a.; ich hätte meine Kleider ausgewachsen Eichendorff 3,42 (Taugenichts) ; ein ausgewachsener Rock;
3. Landw. in der Ähre bei feuchtwarmem Wetter auskeimen(ist:) das Getreide wächst bei vielem Regen aus; der Hafer ist ausgewachsen;
4. salopp aus der Haut fahren(ist:) ich bin fast ausgewachsen vor Langeweile; es ist zum Auswachsen (zum Verzweifeln) (mit dir)

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Zitationshilfe
„auswachsen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/auswachsen>, abgerufen am 23.11.2020.

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