Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

auszahlen, Vb.

auszahlen /Vb./
1. an jmdn. das ihm Zustehende zahlen
a) jmdm. etw. a.: den Arbeitern den Lohn, den Angestellten das Gehalt, den Soldaten den Sold, den Studenten das Stipendium a.; jmdm. sein Erbteil, seinen Anteil a.; d. Lotteriegewinn, Rückvergütung, Rente, Versicherungssumme, Zinsen a.; sich /Dat./ d. Betrag, Geld auf der Bank, an der Kasse bar a. lassen; seinen Tagesverdienst, den er sich in Naturalien auszahlen ließ, hatte er großzügig auf den Tisch gelegt Böll Haus 94; umg. etw. ausgezahlt bekommen; Bank einen Scheck a. (die auf einem Scheck angegebene Summe in bar an jmdn. zahlen)
b) jmdn. a. jmdm. Geld zahlen, so daß kein Anspruch mehr besteht: den Teilhaber an einem Geschäft a.; einen Erben a.; einen Arbeiter a. und entlassen;
2. landsch. umg. sich a. sich bezahlt machen, sich lohnen: die Sache zahlt sich nicht aus; die Investitionen, Anstrengungen, Sparmaßnahmen zahlen sich (nicht) aus; der Bau des neuen Hafens wird sich (wirtschaftlich) bald a.; daß wir rechtzeitig gute Nachwuchskräfte herangebildet haben, zahlt sich jetzt aus; Und an diesem Tag zahlt die Güte sich aus / Und die Schlechtigkeit kostet den Hals Brecht Guter Mensch 6

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Zitationshilfe
„auszahlen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/auszahlen>, abgerufen am 02.12.2020.

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