Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

auszeichnen

auszeichnen, zeichnete aus, hat ausgezeichnet
/vgl. ausgezeichnet /
1. jmdn. durch etw. ehren
a) jmdm. eine Ehrung, Auszeichnung verleihen: jmdn. für seine hervorragenden Leistungen mit e. Medaille, Orden, (Kunst)preis, Prämie, Titel a.; der Betrieb, der im sozialistischen Wettbewerb gesiegt hat, wird mit der Wanderfahne ausgezeichnet;
b) jmdn. vor andern ehrend herausheben: das Publikum zeichnete den Hauptdarsteller durch wiederholte Ovationen aus; der Lehrer hat diesen Schüler vor seinen Kameraden dadurch ausgezeichnet, daß er seinen Aufsatz vorlas; Sie … schien sich durch die Gesellschaft dieses Herrn ausgezeichnet zu fühlen Werfel Abituriententag 188
2. sich, jmdn., etw. (positiv) herausheben
a) sich a.: jmd. zeichnet sich (gegenüber, vor anderen) durch Besonnenheit, Geschicklichkeit, großes Wissen, gute Leistungen, Strenge, Gastfreundschaft, seine sportliche Figur aus; jmd. hat sich im Sport, beim Abitur ausgezeichnet; der Schriftsteller hat sich besonders als Dramatiker ausgezeichnet; etw. zeichnet sich durch Einfachheit, Klarheit, seine Größe aus; diese Vorschläge zeichnen sich (gegenüber, vor früheren) durch eine realistische Beurteilung der Lage aus; die Landschaft zeichnet sich durch den angenehmen Wechsel von Seen und Wäldern aus
b) etw. zeichnet jmdn., etw. aus: große Selbständigkeit zeichnet ihn (gegenüber, vor seinen Altersgenossen) aus; ein feiner Sinn für Kunst und Literatur zeichnete sie aus; günstige klimatische Bedingungen zeichnen dieses Gebiet aus durch etw. ausgezeichnet sein herausragen, sich zu seinem Vorteil abheben: beide waren sie vornehme Menschen, beide waren sie durch sichtbare Gaben und Zeichen vor den andern ausgezeichnet Hesse 5,23 (Narziß)
c) spött. /in Verbindung mit negativen Begriffen/ der Schüler zeichnet sich durch besondere Faulheit aus; eine geradezu unwahrscheinliche Vergeßlichkeit zeichnete ihn aus
3. etw. mit einem Zeichen versehen
a) Kaufm. Waren mit Preiszeichen versehen: der Buchhändler zeichnet die Bücher aus; die Kleider, Stoffe sind noch nicht ausgezeichnet (ausgepreist)
b) Forstw. Bäume a. (durch ein Zeichen zum Fällen bestimmen)
4. Druckerei
a) Text durch besondere Schriftart hervorheben: die Eigennamen in diesem Buch sind durch fette Schrift, Großbuchstaben, Sperrung ausgezeichnet; Kursivschrift zeichnet wichtige Stellen aus;
b) ein Manuskript a. (zum Satz bearbeiten durch Angeben der gewünschten Drucktypen, Absätze, Einzüge)

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Zitationshilfe
„auszeichnen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/auszeichnen>, abgerufen am 02.12.2020.

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