Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

büßen, Vb.

büßen /Vb./
1. für etw. Buße leisten, Strafe erleiden: e. Unvorsichtigkeit, Versehen b.; er mußte (für) seine Missetat schwer b.; warum solltest Du den Irrtum büßen, den ich beging Kleist 5,177; weiter die endlose Schuld des Lebens zu büßen war mir bestimmt Hesse 4,350 (Steppenw., Tract.); die Rädelsführer mußten den Aufstand mit dem Tod b.; jmd. muß etw. mit dem Kopf, Leben b. (er muß Kopf, Leben lassen) umg. der Mensch wollte mich zum besten halten, das soll er mir b. (dafür soll er mir Genugtuung leisten)! Erzürnten sich Pastor und Superintendent, hatte er es ja doch zu büßen (darunter zu leiden) Welk Heiden 119; Rel. (seine Sünden) b. (bereuen und leidend sühnen) sich anklagen und b.; eine büßende Nonne
2. schweiz. /im übrigen Sprachgebiet veralt./ jmdn. mit einer Buße belegen, bestrafen: jmdn. mit einer harten Strafe, um alten Zwist, am Leben b.; seit er … prozessiert und um eine schwere Summe gebüßt wurde C. F. Meyer 3,77 (Schuß v. d. Kanzel)
3. veralt. seine Lust b. seine Lust befriedigen: eine Begierde b.; Trag nur hinauf und sag, es sei das Letzte. / Sie mögen ihre Lust am Weine büßen Grillp. Weh dem III

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Zitationshilfe
„büßen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/büßen>, abgerufen am 26.07.2021.

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