Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

baden

baden, badete, hat gebadet
1. (jmdn., etw.) zur Reinigung, Erfrischung ins Wasser tauchen: kalt, warm, heiß b.; nackt b.; ich wollte heute abend b.; sie ist b. gegangen; er badete im Freien, im Fluß; eine Badende belauschen, überraschen; beim Baden in den Wirbeln verunglücken; mit dem Baden aussetzen; das Baby jeden Morgen b.; er war soeben gebadet worden; salopp sie sieht aus wie eine gebadete Maus, Katze (ist völlig durchnäßt) den kranken Finger, das erhitzte Gesicht, die Wunden b.; die Flößer … sitzen in ihren langen, grauen Hemden auf der Floßkante und baden sich die Füße Suderm. 6,19 (Reise nach Tilsit) ; sich in etw. b.: Von allem Wissensqualm entladen, / In deinem [des Mondes] Tau gesund mich baden Goethe Faust I 397; die Spatzen b. sich in der Dachrinne /bildl./ etw., jmd. ist in etw. gebadet etw., jmd. ist von etw. überströmt, überflutet: ihr Gesicht war in Tränen, er war in Schweiß gebadet; Er … erwachte, nicht in seinem Blute, aber in kaltem Schweiße gebadet C. F. Meyer 3,105 (Schuß v. d. Kanzel) ; /übertr./ in frischer Luft und Sonne b.; in Schlamm, Sand b.; der Raum war in Licht, Duft gebadet; Auf, bade, Schüler, unverdrossen / Die irdsche Brust im Morgenrot Goethe Faust I 445; ich badete beglückt / Mein ganzes antlitz in den frischen rosen George Gedichte 36
2. landsch. salopp etw., jmd. geht b. etw. wird vereitelt, jmd. wird enttäuscht: durch den Regen gehen unsere schönen Ferienpläne b.; dabei gehst du b.;

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Zitationshilfe
„baden“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/baden>, abgerufen am 24.09.2020.

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