Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

ballen, Vb.

ballen /Vb./
1. etw., sich zu einem Ball formen: die Hand (zur Faust) b.; die Fäuste (nach jmdm., gegen jmdn.) b.; den Schnee zur Kugel, zerrissenes Papier zu einer Kugel b.; Mil. eine geballte Ladung; /bildl./ mit geballter (konzentrierter) Kraft, Energie, Macht vorgehen, arbeiten sich b.: seine Faust ballte sich in der Tasche; feuchter Schnee ballt sich leicht; die Wolken ballten sich am Himmelsrand; Rauch, Nebel ballt sich; [die Materie] zu fernen Himmelskörpern geballt A. v. Humboldt Kosmos 1,22; ein Menschenknäuel hatte sich auf der Brücke geballt; Vorsicht bei geballtem Verkehr!; Schwarz wimmelten da, in grausem Gemisch, / Zu scheußlichen Klumpen geballt, / Der stachlige Roche, der Klippenfisch Schiller Taucher; /bildl./ das Verhängnis, das er mit großer Schnelle sich ballen sah Th. Mann 2,1008 (Zauberb.)
2. umg. mit einem Ball spielen: die Kinder ballten auf der Wiese; Adelheid, mit einer Apfelsine ballend G. Hauptm. Biberpelz III

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