Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

bannen, Vb.

bannen /Vb./
1. geh. jmdn., etw. mit zauberhafter, magischer Gewalt festhalten, an einen Ort zwingen: Was war es jedoch für ein Glanz, der wenige Schritte weiter den Staunenden zur Stelle bannte? Th. Mann 8,346 (Krull) ; Die Stille … war so bannend Kellerm. Tunnel 28; ihr Blick hatte ihn gebannt; er stand, lauschte (wie) gebannt; ihre Augen hingen (wie) gebannt an ihm /übertr./ er ist ins Haus, ans Bett gebannt; der Künstler hatte ihr Bild auf die Leinwand gebannt; der Dichter hatte seine Gedanken auf das Papier, in Sätze gebannt; eine Stimme auf die Schallplatte b.
2. geh. jmdn., etw. durch zauberhafte, magische Gewalt vertreiben: der Meister konnte böse Geister, Gespenster, einen Zauber, den Spuk b.; Das wird jetzt den Teufel bannen Schiller Kabale II 4; /übertr./ etw. beheben: d. Gefahr, Angst, Not, Sorgen, eine Krankheit b.;
3. hist. den Bann über jmdn. aussprechen, jmdn. aus der kirchlichen (und weltlichen) Gemeinschaft ausschließen: der abtrünnige Kaiser wurde gebannt; dem fünffach gebannten Tyrannen von Padua C. F. Meyer 3,212 (Hochzeit d. Mönchs)

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Zitationshilfe
„bannen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/bannen>, abgerufen am 27.09.2020.

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