Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

beanspruchen, Vb.

beạnspruchen /Vb./
etw. (mit Recht) fordern, auf etw. einen (berechtigten) Anspruch erheben
a) einen Sitzplatz im Zug, e. Wohnung, Quartier b.; jeder hatte eine Lebensmittelkarte zu b.; Urlaub, Schadenersatz, Rente b.; sein Gehalt, Erbe, Recht b.; etw. als sein Eigentum, Verdienst b.; ein Vorrecht für sich b.; jmds. Vertrauen, Achtung b.; etw. beansprucht Aufmerksamkeit, Allgemeingültigkeit; dieses Werk des Dichters kann keinen Weltruf b.; etw. benötigen: die Möbel b. viel Platz; die Arbeit beansprucht eine lange Zeit;
b) große Anforderungen an jmdn., etw. stellen, viel von jmdm., einer Sache verlangen: die Arbeit, sein Beruf beansprucht ihn voll und ganz, beansprucht den ganzen Menschen; der Kranke beansprucht seine Pflegerin den ganzen Tag; sie ist von ihrem Dienst, ihren Aufgaben sehr beansprucht; er ist nervlich stark beansprucht; die Maschinen, Bremsen, Schienen, Reifen, Stoffe werden stark beansprucht; Techn. durch Druckkraft beanspruchte Maschinenteile; einen Werkstoff auf Druck, Zug b. (einem Druck, einer Zugkraft aussetzen)
c) etw. ausnutzen, von etw. Gebrauch machen: jmds. Dienste, Gefälligkeit, Güte b.; er wollte ihre bereitwillig angebotene Hilfe nicht gern b.; ich möchte nicht länger Ihre Gastfreundschaft b.;

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Zitationshilfe
„beanspruchen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/beanspruchen>, abgerufen am 15.08.2020.

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