Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

bedürfen

bedụ̈rfen(er bedarf,) bedurfte, hat bedurft
geh. einer Sache, jmds. b. etw., jmdn. brauchen, nötig haben: es bedurfte keines (weiteren) Beweises, keiner Worte; es hätte nur eines Hinweises bedurft, und ich wäre gekommen; sie sprach, ohne daß es einer Aufforderung bedurft hätte; es hat einiger Überredungskunst bedurft, um ihn dazu zu bewegen; etw. bedarf der Klärung; das bedarf keiner Entschuldigung; etw. bedarf einer besonderen Genehmigung; dieser Brief bedarf keiner Antwort; jmd. bedarf der Ruhe, Schonung, Pflege, einer Zerstreuung; ihrer Hilfe, seines Beistandes, Trostes b.; eines Rates, einer Unterstützung, der Nachsicht b.; er hatte alles, dessen er bedurfte; eines Freundes b.; er wähnte sich selbst zu genügen und keines Menschen zu bedürfen I. Seidel Tor 176; wir b. deiner nicht mehr; veralt. etw., jmdn. b.: nimm, was du bedarfst Stifter Witiko 2,157; [der Vater] bedurfte den Sohn Heyse I 5,367

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Zitationshilfe
„bedürfen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/bedürfen>, abgerufen am 01.10.2020.

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