Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

bedecken, Vb.

bedẹcken /Vb./
1.
a) etw., jmdn., sich mit etw. b. etw. über etw., jmdn., sich decken, ausbreiten, etw., jmdn., sich mit etw. zudecken: den Tisch mit einem Tuch b.; der Fußboden war mit Teppichen bedeckt; der Schreibtisch ist vollständig mit Akten bedeckt; die Kartoffeln sind gerade mit Wasser bedeckt; Bedecke deinen Himmel, Zeus, / Mit Wolkendunst Goethe Prometheus; er bedeckte seine Blöße; veralt. Bedeckt euch (setzt eure Kopfbedeckung wieder auf)! Schiller Carlos III 7; sein Gesicht mit beiden Händen b.; er bedeckte sich mit einem Mantel /bildl./ etw. mit dem Mantel der Nächstenliebe b.; /übertr./ die Mutter bedeckte das Kind mit Küssen; geh. seine Familie, sich mit Schmach und Schande b.; umg. spött. du hast dich nicht gerade mit Ruhm bedeckt (du hast nicht gerade viel Ruhm erworben)
b) etw. bedeckt etw., jmdn. etw. breitet sich über etw., jmdn. aus: das Tuch bedeckt den Tisch; das Kleid bedeckt (gerade noch) die Knie; Bilder b. die ganze Wand; Wald bedeckt die Insel; Schnee bedeckt das Tal; sie war am ganzen Körper mit Narben bedeckt; er war über und über mit, von Staub bedeckt; der Himmel ist mit Wolken bedeckt; bedeckter (voll bewölkter) Himmel Es war ein kühler, bedeckter Morgen (ein Morgen mit voll bewölktem Himmel) Th. Mann 7,306 (Königl. Hoheit) ; der Himmel bedeckt sich (bewölkt sich)
2. /Sonderbedeutungen/
a) Tierzucht der Hengst bedeckt (deckt) die Stute
b) österr. das Defizit b. (decken)

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Zitationshilfe
„bedecken“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/bedecken>, abgerufen am 28.09.2020.

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