Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

befangen, Adj.

befạngen /Adj./
1. verlegen, gehemmt: ein b. junges Mädchen, Kind; eine b. Konversation, Bewegung; ein b. Benehmen; er sprach mit einer flüsternden, b. Stimme; b. antworten, grüßen, umherschauen; sich stockend und b. unterhalten; seine Gegenwart machte sie b.;
2. in etw. b. sein von etw. gefangengenommen sein, in etw. verstrickt sein: in einem Irrtum, Rausch, einer Täuschung, in Illusionen, Vorurteilen b. sein; jmd. ist in einer bestimmten Philosophie, in den Verwirrungen seiner Zeit b.; er ist in seinen eigenen Anschauungen so b., daß er nichts anderes mehr gelten läßt;
3. voreingenommen, mit einem Vorurteil: ein b. Gutachter, Kritiker, Lehrer; ein b. Urteil; einer neuen Kunstauffassung b. gegenüberstehen; Jur. parteiisch: ein b. Richter, Zeuge; jmdn., e. Aussage, Verhandlung als b. ablehnen;

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Zitationshilfe
„befangen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/befangen>, abgerufen am 21.09.2020.

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