Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

begreifen

begre̱i̱fen, begriff, hat begriffen
1. jmdn., etw. verstehen
a) jmdm. etwas nachempfinden: ich kann ihn nicht b.; er begriff sie in ihrer Geduld nicht; sich selbst nicht mehr b.; du wirst gleich b., warum ich das getan habe; ich kann das vollkommen b. (gutheißen)
b) etw. auffassen, geistig voll erfassen: sie begreift schnell, leicht, schlecht, langsam, schwer; den Sinn, einen Zusammenhang b.; umg. kein Mensch begreift, was das bedeuten soll; ich begreife kein Wort davon; Du gleichst dem Geist, den du begreifst Goethe Faust I 512; Du bist doch kein Ausbeuter, du kannst ihn [den Kommunismus] begreifen Brecht Die Mutter 6
c) /selten/ es begreift sich es ist klar: es begreift sich, daß wir sofort aufbrachen;
2. veralt. etw. umfassen: Das Werk soll in sich begreifen alles, was die hochdeutsche Sprache vermag Leitzm. Briefw. Grimm mit Lachm. 2,690

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Zitationshilfe
„begreifen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/begreifen>, abgerufen am 01.10.2020.

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