Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

behüten

behü̱ten, behütete, hat behütet
1. jmdn., etw. in seine Hut, seinen Schutz nehmen, jmdn., etw. beschützen: jmdn. sorgsam, gut, wohl b.; geh. jmdn. wie seinen Augapfel b.; jmdn. vor Gefahr, Not b.; die Kinder vor jmds. Einfluß b.; das Kind b., daß ihm nichts zustößt; jmdn. in einer gefährlichen Lage b.; geh. behüt dich Gott /Abschiedsgruß/ ; etw. bewachen: einen Schatz, das Haus b.; ein Geheimnis b. (bewahren) /oft im Part. Prät./ behütet sorgsam vor allem Unangenehmen bewahrt: ein behütetes Kind; Sie gehörte nicht … zu den behüteten jungen Damen Flake Schritt 146; behütet aufwachsen; wie oft hatte er sich herausgesehnt aus der behüteten Enge Feuchtw. Jefta 70
2. umg. (Gott) behüte! /Ausruf der entschiedenen Verneinung, Ablehnung/: Nein, behüte! … daß ich das von dir verlange Th. Mann 1,171 (Buddenbr.) ; Nicht etwa, daß er daheim gewesen wäre, behüte! Kästner Junge 132

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
Bauerndirne beide
Zitationshilfe
„behüten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/behüten>, abgerufen am 14.08.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum WDG – Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache