Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

behaupten

beha̱u̱pten, behauptete, hat behauptet
1. etw. ohne Beweis mit Bestimmtheit für wahr erklären, etw. als richtig ausgeben: etw. kühn, dreist, hartnäckig, geh. apodiktisch, umg. steif und fest b.; umg. er behauptete es glattweg; das kann man wohl nicht gerade b.; man kann getrost, keineswegs b., daß …; sie behauptete, an dem Vorfall nicht schuld zu sein; er behauptete es, ohne es beweisen zu können; böswillige Zungen b., er sei ein Verräter; sie behauptete das Gegenteil; etw. mit (Fug und) Recht, mit großer Bestimmtheit, Sicherheit, Entschiedenheit, mit voller Überzeugung b.
2. geh. etw. mit Erfolg verteidigen, sich etw. nicht nehmen lassen: die Stadt, eine eroberte Festung (gegen den Feind) b.; den ersten Platz, seine Stellung b.; d. Ruhm, Ehre, Macht, sein Recht um jeden Preis b.; den Sieg b.; der Olympiasieger behauptete seinen Rekord; das Feld b.; überlegen sein: die Handballmannschaft behauptete siegreich das Feld /bildl./ Die Frauen scheinen am öffentlichen Leben nicht teilzuhaben … Die Männer und Buben behaupten das Feld Th. Mann 12,375; sich b. sich halten (und durchsetzen): er wußte sich zu b.; sich in einer neuen Stellung, auf seinem Posten b.; sich gegen jmdn. b.; dicht. Lichter … behaupteten sich noch siegreich gegen die grauen Dünste Ebner-Eschenb. 3,58; die Firmen konnten sich nur mühsam b.; Börse Kaufm. der Kurs behauptete sich; die Ware fand bei voll behaupteten (unveränderten, fest gebliebenen) Preisen Absatz

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Zitationshilfe
„behaupten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/behaupten>, abgerufen am 22.09.2020.

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