Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

beisetzen, Vb.

beisetzen /Vb./
1. geh. jmdn. beerdigen, bestatten: jmdn. mit einem Staatsakt, mit militärischen Ehren, in aller Stille b.; der verstorbene Minister wurde feierlich beigesetzt; die Leichen der Verunglückten wurden auf dem Friedhof ihrer Heimatstadt beigesetzt; die Könige wurden früher in der Gruft des Domes beigesetzt; die Toten in eichenen Särgen b.; auch etw. b.: die Urne wurde beigesetzt
2. einer Sache etw. hinzufügen: dem Tee einen Schuß Rum b.; einem unverständlichen Wort eine Erklärung b.; österr. [die Leute] fanden auch begreiflich, daß die Mutter müde war, das Kind zu schlagen, da sie es ja nicht – wie sie christlich beisetzten – erschlagen dürfe Anzengr. 4,216
3. Seemannsspr. veraltend Segel b. zusätzliche Segel setzen: wenn wir wirklich treiben und schließlich unsere Notsegel beisetzen, können wir hier auf unserem Kasten noch in acht Tagen fuchsmunter sein G. Hauptm. 2,118

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Zitationshilfe
„beisetzen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/beisetzen>, abgerufen am 12.08.2020.

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