Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

bekennen

bekẹnnen, bekannte, hat bekannt
1. etw. gestehen, offen aussprechen: etw. aufrichtig, ehrlich, offen b.; leider, zu meiner Schande muß ich b.; Nein, ich fühl mich hier nicht mehr wohl, bekannte Bernadette frank und frei Werfel Bernadette 184; geh. jmdm. seine Liebe, Absicht b.; seine Schuld eingestehen, zugeben: e. Unrecht, Missetat b.; [sie] spannten ihn auf die Folter, bis er bekannte G. Keller 6,450; sich zu etw. b.: sich zu einer Tat, Schuld b.; er bekannte sich schuldig, als Täter /übertr./ umg. Farbe b. (seine wahre Meinung offenbaren)
2. für etw. Zeugnis ablegen: Rel. eine Konfession b.; hier darf ich meinen Glauben bekennen Viebig Tägl. Brot 188 die Bekennende Kirche (evangelisch-kirchliche Widerstandsbewegung gegen die faschistische Kirchenpolitik) sich zu jmdm., etw. b. seine Zugehörigkeit zu jmdm., etw. erklären: sich zu der neuen Lehre, zur Kirche, zum jüdischen Glauben b.; er bekannte sich in aller Öffentlichkeit zu ihm; Wie du bist, ein armer Wandersmann, will ich mich zu dir bekennen und … dein Weib sein G. Keller 6,336 (Kleider machen Leute) ; sich zur Vernunft, zu bestimmten Ideen, Grundsätzen b.; sich erklären für: er bekannte sich als seinen Freund; bekenne ich mich als einen, der sein Vertrauen in das vernunftmäßige Denken setzt Schweitzer Aus meinem Leben 213
3. Kaufm. etw. bestätigen: ich bekenne, von dem Schuldner die genannte Summe erhalten zu haben; veralt. jmdn. als etw. anerkennen: Der Oheim eines Königes bekennt / Mich für sein Kind Goethe Natürl. Tochter I 5

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Zitationshilfe
„bekennen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/bekennen>, abgerufen am 24.09.2020.

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