Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

beleidigen, Vb.

bele̱i̱digen /Vb./
jmdn. (strafbar) kränken, verletzen
a) durch Wort oder Tat: jmdn. persönlich, schwer, tief, ernstlich, bis auf den Tod b.; jmdn. in seiner Ehre, seinem Recht, Denken und Fühlen, durch verächtliches Betragen, abfällige Reden, einen falschen Verdacht, durch Geringschätzung, herausforderndes Verhalten, schlechte Witze b.; hast du die Absicht, mich (damit) zu b.?; ich wollte dich nicht b. /oft im Part. Prät./ d. beleidigte Ehre, Eitelkeit, Würde; ein beleidigtes Gesicht machen; salopp die beleidigte Leberwurst sein, spielen; jmd. ist wegen, bei jeder Kleinigkeit beleidigt; jmd. fühlt sich, umg. tut⌝ beleidigt; /oft im Part. Präs./ Sie werden beleidigend!; das ist beleidigend (für mich)!; etw. beleidigend finden; jmdn. beleidigend behandeln; seine Stimme klang hart und beleidigend; ein beleidigendes Benehmen; beleidigende Reden, Scherze, Anspielungen
b) etw. beleidigt die Sinnesorgane etw. verletzt die Sinnesorgane: ein unschöner Anblick beleidigt das Auge; unsauber gespielte Musik beleidigt das Ohr des Kenners; angebranntes Essen beleidigt die Zunge;

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Zitationshilfe
„beleidigen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/beleidigen>, abgerufen am 24.09.2020.

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