Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

beschämen, Vb.

beschä̱men /Vb./
1. jmdn. durch unerwartetes oder unverdientes Handeln mit Scham über die eigene Handlungsweise erfüllen: sie beschämte alle durch ihre Güte, ihre Großmut, ihre edle Handlungsweise; ich lasse mich von dir nicht b.; ich bin, fühle mich tief beschämt durch deine Freundlichkeit; er hat mich beschämend gütig aufgenommen; deine Großmut, dein Lob, Vertrauen, großes Geschenk hat mich beschämt;
2. in jmdm. Scham erwecken: Es widerstrebte ihr, ihn kurzweg abrufen zu lassen und dadurch zu beschämen G. Keller 6,163 (Amrain) ; /heute meist im Part./ ein beschämender Auftritt; eine beschämende Strafe; es ist ein beschämendes (demütigendes) Gefühl, von fremden Menschen abhängig zu sein man hatte ihn auf beschämende Weise hintergangen; das Konzert war beschämend leer; beschämt voll Scham: er war über seinen Mißerfolg beschämt; er dachte beschämt daran, welche Fehler er gemacht hatte;

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Zitationshilfe
„beschämen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/beschämen>, abgerufen am 27.09.2020.

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