Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

beseelen, Vb.

bese̱e̱len /Vb./
geh. etw., sich, jmdn. b. etw., sich, jmdn. mit Seele, mit innerem Leben erfüllen: der Künstler hat den alten Stoff neu beseelt; eine von ihrem Dichter beseelte Gestalt; strahlende Augen beseelten ihr Antlitz; das Instrument schien sich unter seinen Händen zu b.; /oft im Part. Prät./ aus den Gehirnautomaten wieder beseelte Wesen zu machen Halbe Insel d. Seligen II; ein beseeltes Antlitz; beseelte Hände; ein beseelter (seelenvoller) Blick beseelte Worte; das beseelte (gefühlvolle, verinnerlichte) Spiel des Geigers, Schauspielers jmdn. mit etw. b. jmdn. mit etw. erfüllen: jmdn. mit Mut b.; dein Brief hat mich mit neuer Hoffnung beseelt; etw. beseelt jmdn. etw. erfüllt jmdn.: Freude, Hoffnung, Haß beseelte ihn; alle beseelte der gleiche Geist, ein gemeinsamer Wille; ihn beseelte nur der Wunsch, mit ihr zusammen zu sein; von etw. beseelt sein: alle sind von einem Gefühl, Verlangen, einer Absicht beseelt; vom Glauben an den Sieg der guten Sache beseelt; ich sehe … daß du von guten und lobenswerten Grundsätzen beseelt bist Th. Mann 1,218 (Buddenbr.) ;

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Zitationshilfe
„beseelen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/beseelen>, abgerufen am 01.10.2020.

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