Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

besiegeln, Vb.

besi̱e̱geln /Vb./
geh.
1. etw. sichermachen, festmachen
a) etw. bekräftigen: e. Freundschaft, Versprechen mit einem Handschlag, Kuß b.; Anhaltspunkte, daß auch in Maurerlogen ehemals der Bruderbund symbolisch mit Blut besiegelt wurde Th. Mann 2,718 (Zauberb.)
b) etw. unabwendbar machen: Dein roter Mund besiegelte des Freundes Umnachtung Trakl Dichtungen 98; /meist in der Form/ besiegelt sein entschieden sein, unabwendbar feststehen: damit war sein Schicksal besiegelt; Er mußte der Partei beitreten oder sein wirtschaftlicher Untergang war besiegelt Kellerm. Totentanz 122
2. veralt. etw. mit einem Siegel versehen: Unterzeichnet und besiegelt war das Schreiben von dem herzoglichen Amte in Stuttgart C. F. Meyer 3,16 (Amulett)

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„besiegeln“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/besiegeln>, abgerufen am 14.08.2020.

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