Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

besorgen, Vb.

besọrgen /Vb./
1. jmdn., etw. betreuen, sich um jmdn., etw. kümmern: e. Baby, Kranken b.; Gäste, das Vieh, die Blumen b.; d. Haushalt, Wirtschaft b.; Du hast alles pünktlich, verständig und gut besorgt Fontane II 4,48
2. etw. erledigen: seine Korrespondenz, Einkäufe b.; die Arbeit, eine Aufgabe b. /sprichw./ was du heute kannst b., das verschiebe nicht auf morgen; er hat noch etwas, umg. einige Gänge, Wege⌝ zu b.; etw. ausführen: einen Auftrag b.; d. Inszenierung des Dramas, Redaktion der Zeitschrift besorgte …; eine gut besorgte Auswahl; ein gut besorgter Katalog;
3. etw. beschaffen, verschaffen: e. Eintrittskarte, Zimmer, Visum (für jmdn.) b.; Geschenke, etw. zum Essen b.;
4. salopp es jmdm. b. es jmdm. heimzahlen: Aber im Zeugnis hat se mer's gut besorgt, da hat der Fritz noch bei geholfen Viebig Tägl. Brot 204; er blinzelte zu dem toten Weiß … hinüber, sprach laut: Dem hab ich's besorgt Mundstock Mann 104
5. um etw. Sorge haben, sich sorgen: veraltend geh. Wir lagen in den Betten und brauchten nicht zu besorgen, etwa vorzeitig einzuschlafen Bergengr. Rittmeisterin 275; Vorbereitet auf gar nichts, brauchte ich nicht zu besorgen, einen Faden zu verlieren, den ich nicht hatte Th. Mann 12,28; /heute oft im Part. Prät./ besorgt sein, sich besorgt zeigen; der Vater war um das kranke Kind besorgt; er war besorgt, es könne etwas dazwischenkommen

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Zitationshilfe
„besorgen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/besorgen>, abgerufen am 28.09.2020.

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