Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

bestechen

bestẹchen(er besticht,) bestach, hat bestochen
1. jmdn. durch Geschenke zum Amtsmißbrauch verleiten: d. Gefängniswärter, Diener mit Geld b.; er versuchte vergeblich, den Beamten zu b.; die Zeugen waren offenbar bestochen worden; sich b. lassen; er war leicht, nicht zu b.;
2. jmdn. für sich gewinnen: ihr Äußeres, ihre Freundlichkeit hat mich bestochen; Seine geweckten Züge und die stramme Haltung bestachen den ehemaligen Offizier Polenz 1,211 (Büttnerbauer) ; Es ist unglaublich, wie leicht selbst Scharfsichtige … durch Manieren und gefälliges Komödienspiel bestochen (getäuscht) werden können Fontane II 2,276; durch etw. einen günstigen Eindruck machen, eine große Wirkung erzielen: der Schauspieler besticht durch die Eindringlichkeit seiner Darstellung; das Kleid besticht durch seine schlichte Eleganz /häufig im Part. Präs./ bestechend gewinnend: ein bestechendes Lächeln; er war von bestechender Liebenswürdigkeit; seine Art hat etwas Bestechendes; glänzend: ein bestechendes Angebot; der Sportler war in bestechender Form; ein bestechender Aufsatz; eine bestechende (überzeugende) Logik

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Zitationshilfe
„bestechen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/bestechen>, abgerufen am 23.09.2020.

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