Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

betäuben, Vb.

betä̱u̱ben /Vb./
1. jmdn., etw. gegen Schmerz unempfindlich machen, narkotisieren: einen Kranken vor der Operation durch eine Narkose b.; eine Vene, jmdn. örtlich b.; der Schlag auf den Kopf betäubte ihn; er sank betäubt nieder;
2. /übertr./ vorübergehend das Bewußtsein trüben, jmdn. benommen machen: d. Lärm, Nachricht, Schreck, Angst betäubte ihn; sich vom Schlaf wie betäubt fühlen; der undurchdringliche Tabaksqualm betäubte den Juristen Raabe II 2,199; /oft im Part. Präs./ betäubend überlaut: in den Straßen herrscht ein betäubender Lärm, Trubel; berauschend: im Zimmer lastete ein betäubender Duft; sie benutzte ein betäubendes Parfüm; es roch betäubend nach Jasmin, Flieder;
3. etw. zu unterdrücken suchen: sein schlechtes Gewissen, seine Zweifel, Ängste, seinen Kummer b.; sich mit etw. b.; sich mit etw. abzulenken suchen: sich mit Arbeit, Lektüre, ausschweifenden Vergnügungen b.;

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Zitationshilfe
„betäuben“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/betäuben>, abgerufen am 23.09.2020.

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