Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

beuteln, Vb.

beuteln /Vb./
umg.
1. etw. beutelt (sich) etw. wirft Falten, wölbt sich: d. Kostüm, Rockfutter beutelt (sich); er mußte die Hose bügeln, weil sie an den Knien beutelte;
2. landsch. jmdn. schütteln: jmdn. derb b.; jmdn. beim Zopf nehmen und b.; Er packt Anna Quangel bei den Schultern … und fängt an, sie zu beuteln Fallada Jeder stirbt 401; das Fieber hat ihn gebeutelt; /bildl./ Er [der Staat] zwickt und beutelt dich nach Noten mit Paragraphen und Verboten Döblin Alexanderpl. 89
3. landsch. jmdm. sein Geld (listig) abnehmen: man hat ihn beim Spiel ordentlich gebeutelt; Ja, heute beuteln wir dich [beim Glücksspiel], mein Sohn Fallada Wolf 1,426

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„beuteln“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/beuteln>, abgerufen am 23.09.2020.

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