Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

bewirtschaften

bewịrtschaften, bewirtschaftete, hat bewirtschaftet
1. etw., bes. einen landwirtschaftlichen Betrieb, eine Gaststätte, leitend und wirtschaftend versorgen: einen Bauernhof gut, rentabel, vorbildlich, schlecht b.; im Kriege mußte die Bäuerin den Hof allein b.; ein ehemaliger Kellner bewirtschaftet d. Kantine, Gaststätte im Wartesaal; Begründet wurde es [das Hotel] von einem Wiener Ehepaar, von dem es musterhaft bewirtschaftet wird Rosegger 5,72; d. Ausflugslokal, Schutzhütte wird nur im Sommer bewirtschaftet (ist nur im Sommer als Gaststätte geöffnet) die Touristen machten in einer bewirtschafteten Baude Rast; ein Gebiet, bes. eine landwirtschaftliche Nutzfläche, bestellen, bearbeiten: d. Äcker, Felder mit modernen Maschinen, nach einem genauen Plan b.; jede Feldbaubrigade hat eine bestimmte Hektarfläche zu b.; sie besitzen … ein hübsches Stück Land, das sie gemeinsam bewirtschaften G. Hauptm. Sonnenaufgang II
2. den Verkauf, das Vergeben von etw., das nicht in ausreichender Menge vorhanden ist, nach bestimmten Gesichtspunkten staatlich regeln: in der Nachkriegszeit mußten zahlreiche Waren, Produkte bewirtschaftet (rationiert) werden den Wohnraum b.; die Vermittlung eines vom Wohnungsamt bewirtschafteten Zimmers Tageszeitung 1957; Wirtsch. Devisen b. (den Verkehr mit Devisen regeln)

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Zitationshilfe
„bewirtschaften“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/bewirtschaften>, abgerufen am 15.08.2020.

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