Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

bezaubern, Vb.

beza̱u̱bern /Vb./
1. auf jmdn., etw. einen Zauber, Reiz ausüben, jmdn. entzücken und für sich einnehmen: jmdn. durch Anmut, Schönheit, Liebenswürdigkeit b.; Ihr Herz schlug höher bei dem Gedanken, daß sie diesen Mann … so tief hatte b. können Feuchtw. Füchse 727; diese Schauspielerin, dieser Sänger bezauberte das Publikum, alle Herzen; dieses Talent, seine Stimme, ihr Lächeln bezaubert; diese Musik bezaubert jeden, der sie hört; jmd. ist bezaubert von einem Wort, (der Schönheit) einer Person, Landschaft; wie bezaubert blieb er stehen, blickte er um sich /häufig im Part. Präs./ bezaubernd einen Zauber ausübend, sehr reizvoll: eine bezaubernde Person; eine bezaubernde Stimme, Anmut, Grazie, Freundlichkeit, Natürlichkeit; ein bezauberndes Geschöpf, Lächeln, Wesen; ein bezaubernder Anblick; Dies Bildnis ist bezaubernd schön Mozart Zauberflöte I 4
2. veralt. auf etw. eine Zaubermacht ausüben, etw. verzaubern: jene Schlange, die durch ihren Blick die kleinen Vögel so bezaubert, daß sie ihr in den Rachen fliegen sollen Tieck 27,250

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Zitationshilfe
„bezaubern“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/bezaubern>, abgerufen am 27.09.2020.

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