Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

bezeichnen

beze̱i̱chnen, bezeichnete, hat bezeichnet
1. etw. durch ein Zeichen kenntlich machen, etw. kennzeichnen: naturgeschützte Bäume mit einer Eule b.; Straßen mit Namensschildern b.; einen Wanderweg b. (markieren) Eisenbahnwagen, Kisten mit Ziffern, Buchstaben b.; die unbekannte Größe wird mit x bezeichnet; wichtige Stellen (in einem Buch, an einem Gegenstand) mit einem Kreuz, Strich b.; bestimmte Abschnitte durch genaue Überschriften b.; d. Aussprache, Betonung (eines Fremdwortes) b.; etw. bezeichnet etw. etw. kennzeichnet etw.: ein Graben bezeichnet die Grenze; ein Wegweiser bezeichnet den Weg; e. Kreuz, Hügel bezeichnet die Stelle des Grabes;
2. etw. benennen: e. Wert, Summe (genau) b.; einen Gegenstand mit mehreren Wörtern, einem bestimmten Ausdruck b.; dieses Wort bezeichnet verschiedene Dinge; Pflanzen, Tiere b.; das Substantiv im ersten Fall wird als Subjekt bezeichnet; etw. beschreiben: den genauen Treffpunkt (umständlich) b.; jmdm. den Weg durch Gesten b.; e. Farbe, verlorenen Gegenstand genau b.; eine ausgesuchte Ware, eine Ware, die man kaufen möchte, b.; etw., jmdn., sich als etw., jmdn. b. etw., jmdn., sich als etw., jmdn. hinstellen: etw. als einen Fehler b.; etw. als e. Vermutung, Beleidigung, Verdächtigung, Überraschung b.; etw. als amüsant, sehr wahrscheinlich b.; d. Arbeit, Kunstwerk als gut, gelungen b.; dieses Buch bezeichnet sich als Volksausgabe; jmdn. als seinen Freund, als Genie, Verräter b.; jmdn. als geistreich, dumm, freundlich, nachtragend b.; er bezeichnet sich als Künstler;
3. etw. charakterisieren: jmds. Wesen, Aussehen b.; diese Handlungsweise bezeichnet seine Einstellung, seinen Mut /meist im Part. Präs./ bezeichnend charakteristisch, kennzeichnend: diese Äußerung, Handlungsweise ist für ihn bezeichnend; das ist (höchst) bezeichnend für seine Gesinnung; diese Sitte ist bezeichnend für Land und Leute; ein bezeichnendes Merkmal, Gepräge; eine bezeichnende Form; das ist ein bezeichnender Zug in seiner Kunst; ein bezeichnender Blick; eine bezeichnende Geste, Eigenart; bezeichnende Spitznamen geben; abwertend das wirft ein bezeichnendes Licht auf ihn; umg. abwertend das ist, finde ich bezeichnend (typisch)!
4. veralt. jmdn., sich mit dem Kreuz b. jmdn., sich bekreuzigen: und bezeichnete die Gläubigen dreimal mit dem Kreuz Werfel Musa Dagh 711

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„bezeichnen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/bezeichnen>, abgerufen am 27.09.2020.

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