Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

blähen, Vb.

blähen /Vb./
1. Blähungen verursachen: Hülsenfrüchte b.; frisches Brot bläht;
2. etw. füllig und prall machen, etw., sich aufblähen: der Wind bläht die Segel; Als ein Windhauch seinen Mantel blähte Storm 4,284; d. Segel, Rock, Gardine blähte sich im Winde; die Amtszimmer, die … von sich blähenden Vorhängen abgeschlossen sind Werfel Musa Dagh 119; ihre Nasenflügel blähten sich; geblähte Muskeln; Die Bläser … drücken schon Luft in die geblähten Wangen Waggerl Jahr 76; Da sieht man Schlangen hier und Nattern / Die giftgeschwollnen Bäuche blähn Schiller Kraniche
3. /übertr./ abwertend sich b. sich großtun, aufblasen: sich stolz b.; Es ging ihm … gut genug, um sich vor Stolz zu blähen Seghers 6,316 (Die Toten) ; Der stumpfe Bursche bläht sich, / Das steife Mädchen dreht sich Goethe 1,25

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