Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

blaß, Adj.

blaß, blasser (blässer), am blassesten (am blässesten) /Adj./
1. von schwacher Farbe
a) mattfarbig: b. Farben; ein b. Rot; ein b. Schein, Lichtstrahl; in b. Schrift; ein trübes Blaß war von der leuchtenden Farbe der Tapete zurückgeblieben; b. schimmern;
b) nahezu weiß, bleich: ein b. Gesicht; eine b. Stirn; Gierig schlürfte sie mit blassem Munde / Nun den dunkel blutgefärbten Wein Goethe Braut v. Korinth; b. sein, werden, aussehen; diese Farbe des Kleides macht (dich) b.; er wurde b. wie eine Wand, wie der Tod; b. vor Zorn, Ärger, Schreck, Erregung, Überraschung /übertr./ umg. aus deinen Worten spricht der b. (pure) Neid
2. /übertr./ schwach: eine b. Erinnerung haben; b. Ähnlichkeit mit etw., jmdm. haben; eine b. Schilderung von etw. geben; salopp keine b. Ahnung, keinen b. Schimmer, Dunst von etw. haben (von etw. gar nichts wissen, verstehen) der Schauspieler W war, wirkte als Hamlet b.; beide Läuferreihen der Fußballmannschaften blieben b.

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Zitationshilfe
„blaß“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/blaß>, abgerufen am 23.09.2020.

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