Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

braten

braten(er brät,) briet, hat gebraten
1. eine unfertige Speise im zerlassenen Fett in der erhitzten Pfanne mürbe, gar werden lassen: eine Ente b.; den Fisch braun, knusprig b.; einen ganzen Ochsen am Spieß b. sie brät sich /Dat./ schnell ein Schnitzel; etw. am kleinen Feuer, über schwacher Flamme, in Butter b.; jetzt können wir Äpfel braten in unserem Ofen Seghers 4,214 (Siebtes Kreuz) ; gebratene Zwiebel /übertr./ salopp jmdm. eine Extrawurst b. (jmdm. eine unverdiente Bevorzugung zuteil werden lassen) die gebratenen Tauben fliegen niemandem ins Maul (jeder muß sich anstrengen) da brat mir einer 'nen Storch /Ausruf der Verwunderung, Entrüstung/ das ist seltsam!
2. etw. brät etw. wird im zerlassenen Fett in der erhitzten Pfanne mürbe, gar: die Ente brät schon, wird wohl zwei Stunden b. müssen, brät langsam; die Kartoffeln b. im Tiegel; /übertr./ salopp er muß in der Hölle b.
3. salopp in der Sonne b. (sich lange sonnen) New York briet in diesen Tagen in einer Hitzewelle Kellerm. Tunnel 36

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Zitationshilfe
„braten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/braten>, abgerufen am 28.09.2020.

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