Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

brausen

brausen, brauste, hat gebraust/ ist gebraust
1. (hat)
a) rauschend, sausend ertönen: der Wind braust um das Haus; die Bäume sausen und b.; Der Eichwald brauset, die Wolken ziehn Schiller Piccolomini III 7 ein Brausen geht durch den Wald; d. Regen, Flamme braust; Beifall, Jubel, Lärm braust durch den Saal; ein brausendes Stimmengewirr erhob sich; die Orgel erklingt brausend; ein brausender Akkord; es braust mir in den Ohren; er hatte ein ständiges, dumpfes, sanftes, leises Brausen im Ohr;
b) hörbar sprühen, wallen, schäumen: d. Wasserfall, Brandung braust; ich höre die See b.; das kochende Wasser braust (brodelt) im Kessel /übertr./ geh. sein Blut brauste in ihm; Zu heftig braust das Blut in deinen Adern Schiller Carlos II 2; Die Jugend brauset, das Leben schäumt Schiller Wallenst. Lager 11
2. umg. sich b. sprühendes Wasser über seinen Körper laufen lassen, sich duschen(hat:) ich brause mich jeden Morgen kalt
3. salopp geräuschvoll und hastig eilen(ist:) er ist durch alle Zimmer gebraust; wir brausten auf die Straße; Er braust auf rüstigem Roß feldein Schwab in: Balladenbuch 155; der Zug braust über die Schienen; Flugzeuge b. über unseren Köpfen; Wieder brausten die großen Limousinen aus München über den Wilhelmplatz Putlitz Unterwegs 105

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Zitationshilfe
„brausen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/brausen>, abgerufen am 28.09.2020.

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