Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

dämmern, Vb.

dämmern /Vb./
1. es dämmert es wird allmählich hell oder dunkel: sie weckte mich am Morgen, als es kaum dämmerte; Im Osten tastet sich ein erstes, unwirkliches Dämmern hoch Hausm. Lampioon 51; es dämmerte bereits, als sie von ihrem Spaziergang zurückkehrten; der Tag, Morgen, Abend dämmert (bricht an) der dämmernde (halbdunkle) Garten, Wald
2. /übertr./ es dämmert (bei) jmdm. eine Erinnerung, Erkenntnis erwacht langsam: umg. dämmert es (bei) dir jetzt?; es dämmert mir wieder, langsam; etw. dämmert jmdm. etw. erwacht bei jmdm.: ihm dämmerte eine Ahnung, die Erinnerung; mir dämmert manches; In Kitty dämmerte jetzt allmählich eine außerordentliche Erfahrung Kluge Kortüm 222
3. in einem Dämmerzustand sein: der Kranke dämmerte schon wieder; der alte Mann dämmerte vor sich hin; sie schlief nicht, sie dämmerte nur /bildl./ Landschaften, die vor einem Menschenalter noch selig frei im Namenlosen dämmerten St. Zweig Sternstunden 56

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Zitationshilfe
„dämmern“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/dämmern>, abgerufen am 23.11.2020.

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