Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

dämpfen, Vb.

dämpfen /Vb./
1. Nahrungsmittel im Dampf gar machen: Fisch, Gemüse, Kartoffeln d.; gedämpftes Fleisch;
2. etw. mit Dampf behandeln: Kleidungsstücke, Stoffe, Holz d.;
3. Techn. einen Hochofen d. (zeitweise außer Betrieb setzen)
4. einen starken Sinneseindruck mildern
a) etw. leiser machen: den Lärm d.; seine Stimme, den Schall d.; dicke Teppiche dämpften den Schritt /häufig im Part. Prät./ gedämpft leise: sich gedämpft unterhalten; mit gedämpfter Stimme sprechen; ein gedämpftes Lachen; gedämpfte Schmerzenslaute; die Geräusche dringen nur gedämpft herein; Es geht bei gedämpfter Trommel Klang Chamisso 3,186
b) gedämpfte (matte) Farben in der Kirche herrschte gedämpftes Licht; Über dem Mittelgang hingen drei elektrische Birnen, die hinterste brannte, von einer blauen Tüte gedämpft A. Zweig Erziehung 357
c) /übertr./ etw. abschwächen: die Schmerzen, das Fieber d.; jmds. Begeisterung, Übermut, Vorwitz, Aufregung, Zorn, Heiterkeit d.; etw. dämpft jmds. Freude, Leidenschaft, Zuversicht, Erwartung; veraltend einen Aufruhr, den Aufstand d. (eindämmen)

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Zitationshilfe
„dämpfen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/dämpfen>, abgerufen am 01.12.2020.

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