Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

dünken

dünken, dünkte, veraltend deuchte, hat gedünkt, veraltend gedeucht
geh.
1. es dünkt mich, mir es scheint mir: mich, mir dünkt, es wird schon herbstlich; es dünkte ihn, ihm gut, in der Ordnung, hier zu helfen; Ein alter Mann, der neben ihm stand, sah ihn an – haarscharf, wie ihm dünkte Seghers 4,205 (Siebtes Kreuz) ; Hier lieg ich, mich dünkt es der Gipfel der Welt Hofmannsth. Gedichte 14; Dieser Sonntag deuchte ihm unerhört festlich H. Mann 4,21 (Untertan) ; /deucht im Präs. / veralt. Mir deucht, man nannt' Euch mir Schiller Tell IV 1; Auch dir ist schaurig, wie mich deucht Beethoven Fidelio I 10
2. abwertend sich etw. dünken sich etw. einbilden, eine übertrieben hohe Meinung von sich selbst haben: sich etw. Besseres, besser, unentbehrlich, weise d.; sie dünkt sich zu fein zu dieser, für diese Arbeit; Er dünkte sich was Wunder, wenn er als Stadtvater und Parteiführer mit Schulden abschnitt H. Mann 4,411 (Untertan) ; Das Weib dünkt sich groß zu sein Mozart Zauberflöte II 1

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Zitationshilfe
„dünken“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/dünken>, abgerufen am 29.01.2020.

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