Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

dunsten

dunsten, dunstete, hat gedunstet
1. Dunst, Wasserdampf absondern: die feuchte Erde dunstet; Unsichtbar dunstete der See I. Seidel Tor 531 dunstende Wiesen;
2. einen unangenehm riechenden Dunst ausströmen, verbreiten: üble Luft dunstet über dem Schlachtfeld; Drinnen [in der Baracke] schnarchen, sägen, dunsten hundertzwanzig Mann A. Zweig Junge Frau 309 Man hatte den Ofen zum erstenmal diesen Herbst in Betrieb genommen, und er dunstete noch Leip Bergung 56
3. österr. umg. jmdn. d. lassen jmdn. im ungewissen, warten lassen: Hätte Herr Rives Verstand im Kopf, würde er deshalb Bernadette und ihre Eltern bis morgen … dunsten lassen Werfel Bernadette 303

WDG, 2. Band, 1967

dünsten

dünsten, dünstete, hat gedünstet
1. Nahrungsmittel in Dampf gar machen, etw. dämpfen: Fisch, Gemüse, Obst, Pilze d.; das Fleisch 20 Minuten d. lassen; gedünsteter Blumenkohl;
2. einen (unangenehm) riechenden Dunst ausströmen, verbreiten: Das alte, von Seewasser gebeizte Eichenholz um ihn dünstete scharf Luserke Erzwungener Bruder 70; in der … nach Öl und feuchtem Papier dünstenden (riechenden) Werkstatt St. Zweig Balzac 103

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Zitationshilfe
„dünsten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/dünsten>.

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