Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

dürr, Adj.

dürr /Adj./
1. sehr trocken, verdorrt: d. Zweige, Blätter; d. Holz, Gras, Laub; ein d. Ast; Wieviel Zeiten wird es währen, / bis der dürre Stecken grünt Bergengr. Dies irae 39; sehr trocken und dadurch unfruchtbar: d. Land; auf dem d. Boden wächst wenig; Moorwasser, das war fett. Das würde dem dürren Sand zugute kommen Viebig Erde 49
2. sehr mager: lang und d. sein; ein altes, d. Männchen; Baumlang und dürr ragte er neben mir auf O. M. Graf Mitmenschen 87; salopp er ist ein d. Gerippe; d. Beine, Finger; eine d. Hand
3. /übertr./ nüchtern, knapp: Einige dürre Worte des Aufsehers: Mitkommen! Aufstehen! Schneller arbeiten! Fallada Jeder stirbt 518; umg. jmdm. etw. mit, in d. Worten (ohne Umschweife) sagen ein d. Schema

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Zitationshilfe
„dürr“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/dürr>, abgerufen am 24.01.2021.

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