Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

dürsten

dürsten, dürstete, hat gedürstet
1. dicht. jmdn. dürstet (es), jmd. dürstet jmd. hat Durst: Wenn uns dürstet, / Trinken wir die weißen Wasser des Teichs Trakl Dichtungen 81; Gleich einem Regenguß auf ein dürstendes Saatfeld wirkte dieses Schreiben auf den afrikanischen Redner Raabe II 1,209
2. /übertr./ geh. jmd. dürstet nach etw., jmdn. dürstet (es) nach etw. jmd. hat heftiges Verlangen, Begierde nach etw.: nach Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit, Schönheit, Ehre, Ruhm, nach einem freundlichen Wort d.; es dürstete ihn, ihn dürstete nach Blut, Rache; ach, ich dürstete und schmachtete nach diesem Glücke Stifter 1,471; Er dürstet danach, Humanität bewähren zu dürfen Schweitzer Aus meinem Leben 156

WDG, 2. Band, 1967

dursten

dursten, durstete, hat gedurstet
1. Durst haben: /meist mit Modalverben und im Wortpaar hungern und d. / das Vieh mußte d.; ihr habt uns lange d. lassen; /selten dicht. in der Konstruktion von dürsten 1/ während der reiche Mann im russisch-türkischen Bade der Hölle durstete. Daß jenen durstete, tat ihnen wohl G. Hauptm. 1,75 (Quint)
2. s. dürsten

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Zitationshilfe
„dursten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/dursten>.

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