Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

düster, Adj.

düster /Adj./
1. ziemlich dunkel
a) die Lampe verbreitet nur einen d. Schein; Es war Abend geworden, düster Mundstock Mann 14; so ein d. Licht!; Steck das Licht wieder an, mir ist im Düstern angst Löns 8,188; /bildl./ von diesem düsteren Hintergrund hob sich um so leuchtender ab das Bild der Zukunft Polenz 1,415 (Büttnerbauer)
b) /übertr./ ziemlich dunkel und etwas unheimlich, bedrückend wirkend: ein d. Haus, Gang; eine hohe, d. Mauer; ein d. Wald; eine d. Landschaft; d. Farben; ziemlich unklar: eine d. Ahnung von etw. haben; ziemlich dunkel und verdächtig: eine d. Angelegenheit, Sache;
2. finster; verschlossen und gedrückt, schwermütig und etwas unheimlich wirkend: ein d. Mensch; Der düstre Räuber und der heitre Spielmann Schiller Tell IV 3; er hat ein d. Wesen; d. aussehen; d. lächeln; er starrte d. vor sich hin; jmdn. d. ansehen; ein d. Schweigen; ein d. Blick, Gesicht; eine d. Miene; d. Augen; Es hatte mitunter etwas Unheimliches an sich, wenn … sein Gesicht düster wurde Welk Bulle 33; unerfreulich: d. Gedanken; Trist, düster und böse wurde es nach und nach im Hause O. M. Graf Mitmenschen 121

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Zitationshilfe
„düster“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/düster>, abgerufen am 24.01.2021.

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