Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

der, die, das

der, die, das
I. /best. Art.; stets unbetont; steht vor jedem Subst., das eine bestimmte, bereits genannte oder bekannte Größe bezeichnen soll; gibt im Satz den Kasus und Numerus des Substantivs an, meist auch sein Genus; unbetontes dem, der oder das verschmilzt mit einigen Präpositionen häufig zu einem Wort, z. B. am, beim, zum; zur; ans, aufs, ins / der Mann, die Frau, das Kind; der Tisch, die Uhr, das Haus; die Arme, Hände, Beine; am Fenster, beim Vater, zum Haus
1. /stellt eine in Rede stehende Größe als bestimmt und bekannt hin/
a) /der Art. individualisiert/
α) /die Größe ist ein bestimmter Vertreter einer Gattung, der im vorausgehenden oder folgenden Text genannt ist oder als bekannt vorausgesetzt wird/ mein Freund wohnt in einem eigenen Haus. Das Haus ist vor drei Jahren gebaut worden; der Jäger, von dem ich dir erzählt habe, besitzt zwei Hunde. Die Hunde begleiten stets ihren Herrn; es waren einmal zwei Brüder, der eine reich, der andere arm; alle Namen des Hörspiels (das gestern gesendet wurde) sind frei erfunden; der neue Roman von N spielt im Mittelalter; kennen Sie den Leiter dieser Abteilung?; die Kirche auf diesem Berge ist 800 Jahre alt; er ist der beste Schüler; ich komme Mittwoch, den 14. November, zu dir; die Schule beginnt 8 Uhr; das Thermometer zeigt zehn Grad Kälte; wann kommt der Briefträger?; ich gehe zur Post; /die Größe existiert nur einmal und ist dadurch bestimmt/ die Erde ist rund; man hofft, in der Zukunft auf dem Mond landen zu können
β) /die Größe kann auch ein Abstraktum sein, wenn es in der Vorstellungswelt individualisiert aufgefaßt wird/ der Tod hatte viele dahingerafft; die Liebe kann alles überwinden; zum Wochenende genießen wir die Natur; das Schicksal hat ihn schwer geschlagen; wir müssen die Vergangenheit bewältigen; /wenn eine bestimmte Art oder Erscheinungsform gemeint ist/ die Beherrschung, die er zeigt, ist bewundernswert; die stille Hoffnung blieb uns, daß …; das große Glück war plötzlich vorbei
γ) /die Größe kann auch eine Stoffbezeichnung sein, wenn eine bestimmte Menge oder Art gemeint ist/ er trinkt den Wein (in seinem Glas); das Wasser der Ostsee ist salzig; das Papier dieser alten Briefe war vergilbt; das Kupfer auf unserem Kirchdach wird erneuert
δ) /die Größe kann auch ein Eigenname sein, wenn er durch ein Attribut näher bestimmt ist/ der kleine Fritz; der Meyer von nebenan; der Goethe der Lotte in Weimar; das goldene Prag; das Berlin der Jahrhundertwende; das seenreiche Brandenburg; /wenn er zur Gattungsbezeichnung geworden ist oder ihr nahesteht/ er war der Cäsar unter den Schauspielern; die ersten Bände des Grimm werden neu bearbeitet; wir haben im Lateinunterricht den Tacitus gelesen; unser Stadttheater wird den Tell wieder in sein Programm aufnehmen; /wenn er einen Völkernamen bezeichnet/ der Deutsche, der Schwede; /wenn er den Namen eines Berges, Gebirges, Flusses, Meeres, Schiffes bezeichnet/ der Inselsberg; die Alpen; die Elbe; der Stille Ozean; die Stralsund; süddt. österr. mitteldt. umg. heute abend kommt der Hans zum Skatspielen; da stand die Emma vor ihm Hesse 1,522 (Unterm Rad) ; der Toni kehrte nicht wieder Anzengr. 1,284; Der Bertin ist heute zum letzten Male hier A. Zweig Erziehung 175
b) /der Art. generalisiert; die gemeinte Größe ist ein bestimmter Gattungsbegriff/ das Kind will spielen; der Schauspieler muß ein gutes Gedächtnis haben; die Eule gilt als Sinnbild der Weisheit; die Menschen sind sterblich; wenn die Zugvögel sich sammeln, dann wird bald Herbst
2. /steht nur zur Verdeutlichung der Beziehung im Satz/
a) /als Kasuszeichen/ er trinkt gern Tee, sie aber zieht Kaffee dem Tee vor; Bronze ist in der Farbe dem Kupfer ähnlich; nach seinem Wutausbruch befleißigte er sich der Höflichkeit; sie hatte stets Stärke gezeigt, nun aber machten sich Zeichen der Schwäche bemerkbar; Hans schätzt den Erich; er äußerte seine Gedanken zur Philosophie des Sokrates;
b) /als feminine Genusbezeichnung/ die Droste-Hülshoff; es ist ein neuer Roman von der Seghers erschienen; ich habe die Bergner im Staatstheater gesehen;
3. /substantiviert jede beliebige Wortart/ das Denken, das Gute, das Oben, das Morgen, das Du, das Ja, das Auf und Ab; der, die Abgeordnete, der, die Erkrankte; der Arme, der Invalide; die Reisenden, die Gebildeten;
II. /Dem.pron.; weist auf bereits Bekanntes oder noch zu Kennzeichnendes hin/
A. /adj./
1. der, die, das /ist vom best. Art. durch besondere Betonung unterschieden; vgl. / der Dichter gefällt mir am besten von allen; die Strafe hätte ich nicht erwartet; das Unglück fehlte mir gerade noch!; nein, an dem Tag kann ich nicht kommen; auf dem Berg hat man einen schöneren Blick als auf dem anderen; wir gehen in das Restaurant, das die beste Küche hat; das Grundstück da hinten ist bereits verkauft; er wollte ins Theater gehen, sie dagegen hatte den Plan: …; /stellt die Größe vor allen anderen heraus/ er machte die Erfindung des Jahrhunderts; das ist für mich der Roman
2. dessen, veralt. des⌝, deren /als Genitivattribut; weist auf ein vorhergenanntes Subst. oder einen vorhergehenden Satz; steht, meist zur Verdeutlichung der Beziehung im Satz, für die Poss.pron. sein u. ihr; vgl. auch / sein: schließlich kam der berühmte Arzt zu der Kranken, und Hans hoffte, daß dessen Medizin anschlagen würde; Der Kaiser forderte ihn auf … dem König August alle Kosten zu erstatten und dessen Lande zu räumen Th. Mann 11,115; am Sonntag besuchte uns sein Freund und dessen Sohn /sprichw./ wes Brot ich esse, des Lied ich singe; ihr /Sg./: Grete ging mit ihrer Freundin und deren Tochter ins Theater; alle hatten von der Rede und deren Wirkung auf die Zuhörer gehört; ihr /Pl./: sie trafen sich mit ihren alten Kameraden und deren Kindern; die beiden Schüler haben falsch gehandelt, ich hätte mich an deren Stelle entschuldigt; man konnte die Fehler und deren Folgen nicht voraussehen; die nicht alles mit eigenen Augen gesehen haben, deren Aussage gilt nichts
3. /in Wortpaaren in der Funktion von II A 1; vgl. auch / der Vorsitzende sprach mit dem (diesem) und jenem Teilnehmer wir unterhielten uns über das und jenes Problem; er sagte mir, daß er zu der und der Zeit (zu einer bestimmten Zeit, die hier nicht genauer bezeichnet zu werden braucht) kommen wolle wir beabsichtigen, uns an dem und dem Ort zu treffen
B. /subst./
1. der, die, das /weist auf eine vorhergenannte oder bereits bekannte Person oder Sache und gibt den entsprechenden Kasus und Numerus, meist auch das entsprechende Genus an/
a) /oft umg., bes. mit Bezug auf Personen; nachdrücklicher als er, sie, es / wo ist denn Karl? Der sitzt im Zimmer; er fragte nach der Kranken, aber die war schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen; und das kleine Mädchen? Das hatte den Schreck schnell wieder vergessen; wann kommen die Gäste von auswärts? Die werden erst morgen erwartet; wissen es eure Eltern? Denen habe ich es noch nicht erzählt; Ich habe nichts als mein Leben, / Das muß ich dem Könige geben Schiller Bürgschaft; er machte einen Vorschlag, den begrüßten alle mit lautem Beifall; gibt es frische Eier? Die sind soeben eingetroffen; was machen denn deine Umzugspläne? Die habe ich vorläufig aufgesteckt; wer (von den Schülern) ist es gewesen? Der! /in präpositionaler Fügung bei Beziehung auf Lebewesen/ der neue Arzt war sehr tüchtig, an den konnten sie sich wenden; der Jäger liebte seine zwei Hunde, mit denen konnte er jeden Hasen aufstöbern; umg. oft abwertend Judith, sagte er, ach die. Sie trumpft auf, sie trotzt … Wasserm. Wahnschaffe 2,83; guck doch, wie der lacht!; was kann die schon helfen!; und mit der haben wir Mitleid gehabt!; wenn die kommen, gehe ich fort; der und Rücksicht nehmen (er nimmt bestimmt keine Rücksicht) /gelegentlich auch bei Beziehung auf Sachen, wo hochsprachlich ein Pronominaladv. steht/ da stand das alte Auto, nach dem (danach) sehnte er sich nicht zurück der schöne Urlaub, an den (daran) darf ich gar nicht denken er machte einen Vorschlag, gegen den (dagegen) wandten sich viele also scharte der Heilige Vater Gregor damals alle wunderbar zusammen, einzig mit seinen großen Augen und mit dem (damit), wie er den Namen Christus unter uns aussprach Le Fort Papst 25
b) /mit folgendem Gen./ derjenige: der Garten meiner Eltern und der unserer Nachbarn; man fand im Zimmer des Verbrechers und in dem seines Komplizen die nötigen Beweismittel; zuerst wurde über den Vorschlag des Vorsitzenden diskutiert und dann über den seines engsten Mitarbeiters; wir sprachen nicht von meinen Plänen, sondern von denen unserer Verwandten;
c) /dient als wiederaufnehmendes Stützwort (eines Substantivs), um Nachdruck zu verleihen, und kann bei gleichen Kasusverhältnissen von Stütz- und Bezugswort wegfallen, vgl. / umg. der neue Mitarbeiter, der ist ausgezeichnet; den großen Blonden, den kenne ich; die Aufgabe, die hätte ich mir leichter gedacht; vier Tassen Kaffee, die habe ich heute getrunken; Der Mond, der ist ihr Buhle Heine 1,69; dieser Mensch, dem habe ich die Meinung gesagt!; alle, die dabei waren, (die) packten zu; wer nicht auf dem Feld half, (der) arbeitete in der Küche; wen ich kannte, (den) habe ich auch begrüßt; jeder, der in dem Hotel abstieg, dem war der Lärm der Hauptstraße zu groß;
2. der, die das /weist auf eine im Folgenden gekennzeichnete Person oder Sache und gibt den entsprechenden Kasus und Numerus, meist auch das entsprechende Genus an/
a) Der ist in tiefster Seele treu, / Wer die Heimat liebt wie du Fontane Douglas; den, von dem ich dir neulich erzählt habe, konnte ich nicht unter den Gästen entdecken; wir fuhren wieder mit denen in Urlaub, die schon mit uns die Seereise gemacht hatten; ich denke über das nach, was du mir gesagt hast; Die Sache war die, daß schon Anfang 1745 … ein Bündnis eingegangen worden war Th. Mann 11,87; mein Rat ist der: lege erst deine Prüfung ab!;
b) umg. /mit folgender adv. Bestimmung/ der da ist es gewesen; die hier hat es gesagt; das dort will ich gern haben; bei dem an der Ecke habe ich es gekauft
c) /bezeichnet nicht nur die Person oder Sache, sondern zugleich auch das davon abhängige Rel.pron., vgl. III b/ derjenige, welcher: Doch der den Augenblick ergreift, / Das ist der rechte Mann Goethe Faust I 2017; der das nicht selbst erlebt hat, kann auch nicht mitreden; scherzh. Ehre, dem Ehre gebührt!
3. die /Pl.; weist auf einen als bekannt vorausgesetzten Personenkreis und steht dem Indef.pron. man nahe / salopp warum haben denn die das Schloß abgerissen?; jetzt haben die den Platz zum Parken gesperrt!; haben die heute nicht geheizt?
4. das /nachdrücklicher als es, weniger nachdrücklich als dies /
a) /nimmt den Inhalt eines vorhergehenden Satzes wieder auf/ er hat gelogen, das ist sicher; die Aufführung war ein voller Erfolg, das bewies der brausende Beifall; welche Aussichten haben die Jugendlichen, welche Ausbildung brauchen sie? Das sind Fragen von größter Wichtigkeit; er will also nicht kommen? Das ist mir egal; die Ausgaben für dieses Projekt waren zu hoch, wir wissen das; Sie zeigen sich schlaff, und das mit völligem Unrecht Th. Mann 8,334 (Krull) ; sie lebte vom 20. bis zum 65. Lebensjahr in England, das heißt, sie verbrachte fast ein halbes Jahrhundert ihres Lebens außerhalb der Heimat; das waren herrliche Tage!; wenn er mich dabei unterstützt, so geschieht das sicher aus eigenem Antrieb; daß ich ihn bloß nicht treffe, bloß das nicht!; Wie er räuspert und wie er spuckt, / Das habt Ihr ihm glücklich abgeguckt Schiller Wallenst. Lager 6; /dient als wiederaufnehmendes Stützwort, das wegfallen kann, vgl. II B 1 c u. 4 c/ daß er bereits morgen früh kommt, (das) halte ich für ausgeschlossen; Ruhe zu bewahren, (das) ist die erste Forderung; /in festen Verbindungen mit dem / wie dem auch sei, die Sache muß beendet werden; wenn dem so ist, dann …; sei dem, wie ihm wolle; es ist nicht an dem (nicht so)
b) /weist auf den Inhalt eines folgenden Satzes/ das wußten alle, daß hier Unrecht geschehen war; Das eben ist der Fluch der bösen Tat, / Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären Schiller Piccolomini V 1; das, was im Film gezeigt wird, ist nur ein Ausschnitt; ich habe dem, was er sagte, nichts hinzuzufügen; das rate ich dir: trainiere mindestens vier Stunden am Tag!; das ist der Kern der Sache: …;
c) /bezieht sich auf ein Mask. oder Fem., bes. in Sätzen vom Typ das ist, das sind / wer steht dort? Das ist unser neuer Lehrling; wenn er an seine Eltern dachte, das waren Menschen von großer Zähigkeit; in der Dunkelheit erkannten sie einige Gestalten, das schienen die Gesuchten zu sein; ist das eure Tochter?; er erzählte von seiner letzten Reise, das sei eine Odyssee gewesen; /dient als wiederaufnehmendes Stützwort, das wegfallen kann, vgl. II B 1 c u. 4 a/ Der Morgen, das ist meine Freude Eichendorff 3,54 (Taugenichts)
d) /als Subjekt unpersönlicher oder unpersönlich gebrauchter Verben/ umg. es: wie das blitzt und donnert!; das gießt ja unaufhörlich!; hör nur, wie das im Walde rauscht; das lacht und singt den ganzen Tag in unserem Haus, seitdem die Kinder wieder zurück sind; Das toset und koset so lange, / Verschwindet zuletzt mit Gesange Goethe 1,130; das kam sonngebräunt mit Filmschauspielergesicht, sieben Koffern, nahm lachend den Zimmerausweis [des Hotels] in Empfang Böll Billard 23
5. dessen, veralt. des⌝, deren, derer
a) dessen, veralt. des⌝, deren /weist auf Vorhergegangenes oder Folgendes; vgl. auch / ich weiß nicht, ob er dessen fähig ist; er trug das Bild dessen in den Händen, der auch für die Juden starb Le Fort Papst 8; Dabei treten aber in der Beschreibung dessen, was eine Ausdrucksbewegung bedeutet, Motive hervor, die … Snell Aufbau d. Sprache 58; veralt. des: Des freut sich das entmenschte Paar Schiller Gang nach dem Eisenhammer; des bin ich gewiß; Das ganze Jahr habt ihr die Erlaubnis, vernünftig zu sein, und bedient euch deren nicht Goethe Götz IV 17; /gibt einen Teil von etw. an/ davon: Sorgen? Wir haben deren genug; es gibt Fälle, und deren gibt es viele, die mit Sicherheit geheilt werden können;
b) derer /Gen. Pl.; weist stets auf Nachfolgendes/
α) /steht vor einem Relativsatz/ derjenigen: wir trinken auf das Wohl derer, die nicht unter uns sein können; alle kamen zu dem Fest mit Ausnahme derer, die in Übersee wohnten; die Frage ist, ob nicht … die Zahl derer überwiegt, welche einfach kommen, um Theater spielen zu sehen Th. Mann 11,40
β) /im Gen. Pl. von Namen eines Adelsgeschlechts/ das Schloß war früher im Besitz derer von S; das Stammhaus derer von Stalburg Goethe 8,24 (Dicht. u. Wahrh.)
6. /in Wortpaaren in der Funktion von II B 1; vgl. auch / wir unterhielten uns mit dem (diesem) und jenem Ich bespräche nämlich gern mit dir noch dies und das (mancherlei) G. Hauptm. Angermann IV; Auch ich habe dir dies und das zu erzählen Hesse 5,271 (Narziß) ; man riet mir, daß ich mich an den und den (einen bestimmten Mann, der hier nicht genauer bezeichnet zu werden braucht) wenden solle in der Zeitung steht, daß das und das zum Gesetz wird und uns Vorteil bringt O. M. Graf Unruhe 83
III. /Rel.pron.; leitet einen Gliedsatz ein; weist auf ein vorausgehendes Subst. oder Pron. zurück, von dem etwas Näheres ausgesagt wird, und stimmt mit ihm in Genus und Numerus überein/
a) wir trafen den berühmten Sänger, der am Tag vorher einen Liederabend gegeben hatte, dem wir zugejubelt hatten, dessen Stimme uns begeistert hatte; dort steht der Schüler, den wir heute noch prüfen müssen; alle Teilnehmer, die verspätet ankommen, denen etwas abhanden gekommen ist, deren Gepäck noch auf dem Bahnhof ist, werden gebeten …; es ist das erste Buch, das er geschrieben hat, das ich von ihm kenne, von dem keine 2. Auflage erschienen ist; wir gingen in sein Zimmer, an dessen Fenstern dicke Eisblumen waren; das reliefartige Bühnenbild … dessen in Deutschland schon Goethe sich gelegentlich bedient hat Th. Mann 11,55; veralt. des: Wo bist du, Faust, des Stimme mir erklang Goethe Faust I 494; wir bitten nur die Kollegen zur Sitzung, an deren Meinung uns etwas gelegen ist; sie ist die einzige Schauspielerin, deren ich mich erinnere; Ich habe von den Konsuln gehört, deren Kessin so viele haben soll Fontane I 4,190 (Briest) ; /das Bezugswort ist ein Pron./ derjenige, der es getan hat, melde sich!; er gab allen, die erschienen waren, die Hand; denke an ihn, der die Verantwortung auf sich genommen hat; er überließ die Entscheidung uns, die wir an allem teilgenommen hatten; du warst es, der die richtige Lösung fand; was konntest du schon helfen, die du nie zu Hause bist!; ich aber, die ich nicht schwimmen kann, mußte zu Hause bleiben; /statt deren begegnet heute gelegentlich auch derer als Rel.pron. im Gen. Sg. Fem. u. Gen. Pl.; vgl. / es kam zu einer Unordnung, derer wir nicht Herr wurden; worauf eine Pause eintrat, während derer Herr Kesselmeyer sich wohl [einer Zigarre] bediente Th. Mann 1,208 (Buddenbr.)
b) /bezeichnet nicht nur das Rel.pron., sondern zugleich auch sein dazugehöriges Bezugswort/ derjenige, welcher: s.

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das

das
s. der die das

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Zitationshilfe
„das“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/das>, abgerufen am 28.01.2022.

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