Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

dienen, Vb.

dienen /Vb./
1. in abhängiger Stellung gegen Gehalt, Lohn Dienst tun
a) in einem öffentlichen Gemeinwesen: dem Staate, Schulwesen (gut, treu, schlecht) d.; er hat seiner Stadt viele Jahre als Bürgermeister gedient; sie dienten zur vollen Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten; Als ein bescheidener junger Mann … werd' ich mich in die Höhe dienen Suderm. II 3,293; der Kirche d.; seine militärische Dienstzeit ableisten: als Infanterist, bei der Luftwaffe, in den Reihen der Armee d.; kurz, lange d.; er hat zwei Jahre gedient; von unten, umg. von der Pike auf⌝ d.
b) bei einer Privatperson: als Hausangestellte, Knecht, Magd d.; Elisabeth … diente in Bergedorf bei einem Arzt Bredel Väter 213; die Leibeigenen mußten früher ihren Herren d. (Frondienste leisten) veralt. d. gehen
2. einer Sache förderlich, dienlich sein: der Allgemeinheit, einer Idee, der Gerechtigkeit, dem Frieden d.; wir d. alle der guten Sache; Er hatte dem Geist und der Wahrheit gedient A. Zweig Erziehung 292 unsere Arbeit dient dem Fortschritt; eine vernünftige Lebensweise dient der Gesundheit; das dient nicht unseren Interessen; seine Untersuchungen dienten praktischen Zwecken; die Erkenntnisse der Wissenschaft haben der ganzen Menschheit gedient; als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an Schiller 1,142
3. jmdm. (mit etw.) d. jmdm. zu Diensten, gefällig sein, jmdm. Dienste leisten: es ist mir ein Vergnügen, Ihnen zu d.; Ich werde Ihnen schlecht dienen können Th. Mann 11,222; womit kann ich Ihnen d.?; damit kann ich leider nicht d.; mit schönen Worten, damit ist uns (gar) nicht gedient (geholfen)
4. etw. dient jmdm. als, zu etw. etw. ist für jmdn. als, zu etw. brauchbar, verwendbar: der Edelstein dient als Schmuck; das ehemalige Schloß dient jetzt als Erholungsheim; ein Turm, der … den Wolfsjägern zum Aufenthalt diente Natur u. Heimat 1955; die Wegweiser d. als Orientierungszeichen; diese Regeln d. uns zur Richtschnur; die belastenden Zeugenaussagen dienten dem Staatsanwalt zur Stütze für seine Anklage; dieser Posten hat ihm als Sprungbrett gedient (war der Ausgangspunkt für sein weiteres Vorwärtskommen) laßt euch das als Warnung, zur Lehre d.!; wozu dient das?; das dient zu unserem Besten; die Technik dient dazu, unser Leben leichter zu machen;

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Zitationshilfe
„dienen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/dienen>, abgerufen am 16.02.2020.

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