Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

durchkommen

durchkommen, kam durch, ist durchgekommen
1. durch einen Ort, ein Gebiet kommen: der D-Zug nach M muß gleich d.; er ist hier soeben durchgekommen (vorbeigegangen, -gefahren)
2. durch etw. nach Überwindung von Hindernissen hindurchgelangen, sich einen Weg bahnen können: die Straße war voll, abgesperrt, so daß ich nicht durchkam; es war einfach nicht durchzukommen; jetzt stehen sie so eingepfercht in den Gängen, daß niemand mehr durchkommt Brecht Furcht u. Elend 6 bei dem Schneetreiben war mit dem Wagen einfach nicht durchzukommen, kein Durchkommen;
3. /übertr./ umg. durch etw. unbeschadet hindurchgelangen
a) eine Krankheit überwinden, gesund werden: der Kranke, Verwundete wird schon d.; sie hatte eine schwere Lungenentzündung, ist aber durchgekommen;
b) eine Prüfung bestehen: sie ist (bei der Prüfung) glücklich durchgekommen; bist du durchgekommen?;
c) er hat den ganzen Krieg mitgemacht, ist aber heil, glücklich durchgekommen (ist ohne ernstlichen Schaden heimgekehrt)
d) mit etw. nicht d. mit einer (fragwürdigen) Handlungsweise Anstoß erregen: mit seinen Lügen, Betrügereien, mit seiner Faulheit wird er auf die Dauer nicht d.; bei mir kommst du damit nicht durch (erreichst du nichts)! glaubst du, daß du damit durchkommst?;
4. umg. mit etw. auskommen: mit dem Geld gut d.; ich mußte haushalten, um mit den Zinsen meiner Häuser … durchzukommen Dürrenmatt Versprechen 226; seinen Lebensunterhalt bestreiten: Man muß sehen, wie man durchkommt Waggerl Jahr 322
5. umg. die Nachrichten sind durchgekommen (wurden durchgegeben)

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Zitationshilfe
„durchkommen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/durchkommen>, abgerufen am 18.01.2021.

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