Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

entschlüpfen

entschlụ̈pfen, entschlüpfte, ist entschlüpft
1. unbemerkt entkommen, entweichen: heimlich durch die Hintertür e.; einen Dieb unversehens e. lassen; So war sie nun! Wie ein Fisch; wenn er sie zu halten glaubte, entschlüpfte sie ihm glatt und geschmeidig Polenz 1,353 (Büttnerbauer) ; /übertr./ sie ließ sich /Dat./ die Gelegenheit nicht e. (entgehen) O! nimm der Stunde wahr, eh' sie entschlüpft (entrinnt) Schiller Piccolomini II 6
2. ein Wort entschlüpft (entfährt) jmdm.: unbedacht entschlüpfte ihr das Wort mir ist eine unüberlegte, beleidigende Äußerung, falsche Behauptung, unbeabsichtigte Andeutung entschlüpft; diese unpassende Bemerkung war ihr in seiner Gegenwart entschlüpft; sich /Dat./ ein Geheimnis, eine Neuigkeit e. lassen; ihm war ein Bonmot, Witz, Seufzer entschlüpft

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entheiligen erkoren
Zitationshilfe
„entschlüpfen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/entschlüpfen>, abgerufen am 15.01.2021.

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