erli̱e̱gen, erlag, ist erlegen
1. einer Sache, jmdm. unterliegen, zum Opfer fallen: der Versuchung, den Verlockungen e.; einer Täuschung, Verwirrung, Faszination, einem großen Irrtum e.; den, seinen Gefühlen e.; [ich] neige dazu, allen möglichen guten Einflüssen zu erliegen Frisch Stiller 9; er erliegt seinem Temperament; er ist der Gefahr erlegen; alle waren einem Zwang erlegen; Nach einigen Tagen war sie ihm erlegen, wie der Schwache dem Starken erliegt Zahn Indergand 167 dem Gegner e. (von ihm besiegt werden) im Kampf e.; die Festung ist nach schweren Kämpfen der feindlichen Übermacht, den Feinden erlegen; der Widerstand drohte zu e. (zusammenzubrechen) geh. einer Krankheit e. an einer Krankheit sterben: er erlag einem Herzinfarkt; er ist seinen Verletzungen erlegen; Tausende sind dem Hungertyphus erlegen; /oft in den Wendungen/ zum Erliegen kommen, etw. zum Erliegen bringen zum Stillstand kommen, etw. zum Stillstand bringen: durch das Unwetter war der gesamte Verkehr des Landes (völlig) zum Erliegen gekommen; die (Forschungs)arbeiten kamen zum Erliegen; die starke Eisdecke brachte den Schiffsverkehr auf dem Rhein zum Erliegen; der Nebel führte zum Erliegen des Flugverkehrs;
2. österr. etw. erliegt etw. ist aufbewahrt, hinterlegt: auf der Post erliegt für Herrn N ein Paket; die Adresse erliegt beim Pförtner; der Kaufschilling erliegt bei meinem Brüsseler Bankier Wasserm. Wahnschaffe 2,155

er-,

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