Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

erwachsen

1erwạchsen(er erwächst,) erwuchs, ist erwachsen
/vgl. erwachsen /
1. allmählich (aus etw.) entstehen, sich herausbilden: das Gebäude ist aus einem Kloster e.; die Siedlung erwächst dort, wo sich früher ein Truppenübungsplatz befand; Sehr langsam also … sind auf deutschem Boden im 19. Jahrhundert die Parteien erwachsen Lamprecht Dt. Geschichte 10,439; die Erzählung ist auf dem Boden dieses Dorfes e.; was uns auf der Erde an Freuden erwächst Harden Köpfe 275; ein Gerücht, eine Meinung erwächst; sein Aufsatz ist aus einem Vortrag e.; etw. erwächst (jmdm.) aus etw. aus einer Sache ergibt sich (für jmdn.) etw., etw. hat etw. zur Folge: daraus können Unannehmlichkeiten e.; daraus erwächst ihm nur Leid; aus etw. e. jmdm. Schwierigkeiten, Vorteile; aus dieser Stellung e. ihm große, neue Verpflichtungen, Aufgaben; hatte er befürchtet, daß ihm daraus eine persönliche Bedrohung erwachsen könnte R. Bartsch Geliebt 463
2. veralt. sich bis zur völligen Größe entwickeln, heranwachsen: Wenn dieses [Kind] zum Mann erwächst Le Fort Papst 112; Einhart würde so … allmählich zum Gesellen erwachsen C. Hauptm. Einhart 1,96

WDG, 2. Band, 1967

erwachsen, part. Adj.

2erwạchsen /part. Adj.,
vgl. erwachsen / aus dem Kindesalter herausgewachsen, groß und selbständig: ein e. Mensch; sie ist bereits e., sieht schon sehr e. aus; er hat eine e. Tochter; er hatte den unbändigen Wunsch, e. zu sein; Was für eine Erleichterung, erwachsen und Herr seiner Schritte zu sein Kaschnitz Haus 87

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Zitationshilfe
„erwachsen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/erwachsen>, abgerufen am 25.02.2020.

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