Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

fad, fade, Adj.

fad(e), süddt. österr. nur fad /Adj./
geschmacklos, kraftlos, schal: einen f. Geschmack im Munde haben; eine f. Suppe, Brühe; das ungesalzene Essen, das Bier schmeckt f.; während meines Sitzens beim faden Wein Hesse 4,357 (Steppenw.) ; dumpf: ein f. Geruch; etw. riecht f.; fahl, trübe: Jetzt war der Himmel dünngrau verschleiert, und die stille Luft ringsherum hatte eine fade Farbe O. M. Graf Unruhe 23; Von oben rann fades, grauweißes Licht Langgässer Siegel 49; /übertr./ umg. abwertend langweilig, geistlos: ein f. Geschwätz, Geflunker; ein f. Leben, Vergnügen; ein f. Witz, Abend; er redet nur f. Zeug; er ist ein f. Kerl, Mensch, Schwätzer; nannte man mich einen langweiligen Träumer, ja, man fand mich öfters albern und fade E. T. A. Hoffm. 6,109; das Erzählen ist Ihnen jetzt zu fad Doderer Strudlhofstiege 132; österr. sei nicht so fad und geh mit!;

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Zitationshilfe
„fad“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/fad>, abgerufen am 26.02.2020.

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