Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

fallenlassen, Vb.

-lassen /Vb./
1. etw. aufgeben, von etw. zurücktreten: seine Absicht, ein Ziel, Vorhaben f.; er hatte seinen Plan, Anspruch fallenlassen, fallengelassen; seinen Widerstand f.; einen Gedanken, ein Thema f. /bildl./ seine Maske f. (seine wahre Gesinnung zeigen)
2. jmdn. f. von jmdm. seine Gunst abwenden, sich von jmdm. lossagen: einen Geschäftspartner, Freund f.; Soll die Familie den ungeratenen Sohn schlankweg fallenlassen St. Zweig Balzac 110; Ich freue mich, daß der Hauptvorstand ihn jetzt hat fallenlassen Thälm. Reden 1,47
3. etw. beiläufig äußern: Andeutungen, anzügliche, beleidigende, dumme Bemerkungen f.; eine Frage f.; nebenher, hier und da ein Wort f.; Er habe ja vorhin schon fallenlassen, daß sie heute an einem Wendepunkt ihres Lebens angekommen seien Zuchardt Spießrutenlauf 265; über etw., jmdn. kein Wort f. (nichts verraten)

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Zitationshilfe
„fallenlassen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/fallenlassen>, abgerufen am 25.05.2020.

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